Französisch

Französisch lernen, eine zukunftsorientierte Entscheidung!

Methodik und Anforderungen
Französisch ist unbestritten eine wunderschöne, melodiöse Sprache, der jedoch oft das Etikett „schwierig“ anhängt – zu Unrecht!
Zum einen sind die Schülerinnen und Schüler, die in der 6. Klasse mit Französisch beginnen, in einem entwicklungs- und lernpsychologisch günstigen Alter – sie lernen leicht, sprechen unbefangen und mit Freude, ihr Gedächtnis ist noch gut belastbar, sie haben schon eine gewisse Erfahrung mit dem Englischen.
Französisch ist logisch aufgebaut, folgt einem klar strukturierten Regelwerk und einer systematischen Grammatik. Mit Hilfe des speziell für die jeweilige Altersstufe entwickelten Lehrbuchs ist Französisch gut erlernbar. Durch vielfältiges und altersgerecht aufbereitetes Begleitmaterial kann das Lernen noch zusätzlich unterstützt werden.
Natürlich fällt einem das Erlernen einer Fremdsprache nicht in den Schoß – man muss sorgfältig, konzentriert und konsequent arbeiten, regelmäßig lernen und üben und auch einen gewissen Einsatz erbringen. Dies sind allerdings alles Fähigkeiten, die man auch für andere Fächer und Dinge benötigt.
Die modernen kommunikativen Unterrichtsmethoden des Französischen nutzen die natürliche Sprechbereitschaft der Schüler und fördern gezielt die Sprachfertigkeiten.
Der Unterricht, der sich am Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen (GeR) orientiert, legt großen Wert auf eine Vielzahl von kommunikativen Fähigkeiten und praxisorientierten Aufgabenformen.
Hierzu gehören: Hören, Lesen, Sprechen und adäquate Gesprächsstrategien, alters- und anlassgerechtes Schreiben, sinngemäßes Zusammenfassen von deutschen Inhalten und ihre Übertragung in die Fremdsprache (die sog. Sprachmittlung).
Mit zunehmendem Alter werden Team- und Projektarbeit sowie Recherche und Ergebnispräsentation eingeführt und geübt, in der Oberstufe folgen Sprachreflexion, die selbständige Anwendung der erlernten sprachlichen Mittel, interkulturelles Lernen und Landeskunde sowie Lernstrategien und Methoden selbständigen Lernens.
Lehrwerk
- In den Klassen 6 bis 10 lernen unsere Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von A plus! (1-5) aus dem Cornelsen Verlag Französisch.
- In den Jahrgangsstufen 11 bis 13 haben wir uns für einen Unterricht mit den Büchern des Klett-Verlages entschieden: Découvertes transition bzw Découvertes Oberstufe.
Schulaufgaben
- Pro Schuljahr werden in den Klassen 6, 7 und 8 jeweils 4 Schulaufgaben, in den Klassenstufen 9, 10 und 11 jeweils 3 Schulaufgaben sowie in Q12 und Q13 jeweils 2 Klausuren geschrieben.
- In der Q12 wird die 2. Klausur durch eine Mündliche ersetzt.
- In den Jahrgangsstufen 7, 8, 10 und 11 wird eine schriftliche Schulaufgabe durch eine mündliche Partnerprüfung ersetzt.
Wörterbücher
Mit dem Eintritt des G9 in die Oberstufe wird es keine vom KM festgelegte Liste zugelassener Wörterbücher mehr geben. Vielmehr ist nun die Anzahl der Einträge ausschlaggebend.
Bei zweisprachigen Lexika wird ein Richtwert von rund 150.000 Einträge für beide Richtungen, also rund 57.000 pro Übersetzungsrichtung angegeben. Eine Abweichungstoleranz von 20% ist erlaubt.
Auch bei einsprachigen Lexika wird auf die Genehmigung einzelner Auflagen verzichtet.
Bei Neuanschaffungen wird aber jeweils der Kauf der neuesten Auflage empfohlen.
Elektronische Wörterbücher sind in Prüfungssituationen weiterhin verboten.
Austausch
Frankreich
Le séjour à Brie: Frankreich-Austausch 2025
Unsere Reise nach Paris begann früh morgens in München. Nach der Ankunft am Gare de l’Est fuhren wir mit dem Bus über Versailles nach Brie-Comte-Robert. Am Lycée Blaise Pascal wurden wir herzlich, wenn auch anfangs etwas schüchtern, von unseren corres empfangen.
Am nächsten Tag, unserem ersten Tag vor Ort, erhielten wir eine Einführung in das französische Schulleben, nahmen an einer Schulrallye teil und besuchten den Unterricht. Nach dem Mittagessen fuhren wir gemeinsam mit unseren corres nach Vaux-le-Vicomte, welches wir mit Hilfe von Audioguides besichtigten.
Nach einem ereignisreichen Wochenende mit unseren Gastfamilien und den corres, erkundeten wir zusammen mit unseren corres Paris unter ökologischen Gesichtspunkten. Im Rahmen unseres Erasmus+ – Austausches hatten wir uns dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben. Anhand des Projekts Morland beschäftigten wir uns mit nachhaltiger Bauweise. Dieses Gebäude steht beispielhaft für die Umnutzung und damit Einsparung grauer Energie. Es zeigt auch eindrucksvoll wie durch Begrünung das Stadtklima nachhaltig verbessert werden kann. Als weitere Beispiele hierzu lernten wir das musée d’Orsay und das Grand Palais kennen. Zudem erlebten wir hautnah wie sich Paris seit den Olympischen Spielen klimafreundlich weiterentwickelt. So wurden Strassen nahe der Place de la Concorde für den Autoverkehr verengt, um Platz für breite Radwege zu schaffen. Am Eiffelturm wurde gar eine komplette Brücke über die Seine für den regulären Autoverkehr gesperrt, um Radfahrern und Fußgängern mehr Platz einzuräumen. Busse fahren größtenteils 100% elektrisch. Besonders schön war der Spaziergang entlang der Coulée Verte, einer ehemaligen Bahnstrecke mitten in Paris.
Das Lycée Blaise Pascal hatte für uns zudem mehrere Workshops zum Thema Nachhaltigkeit organisiert: Wir bauten Vogelhäuser, stellten natürlichen Lippenbalsam her, gestalteten Kunstwerke aus recyceltem Material und erarbeiteten einen gemeinsamen Bericht. Der Tag endete mit einem kleinen Abschiedsmittagessen und freier Zeit mit unseren corres.
Am letzten Tag mussten wir uns schweren Herzens verabschieden. Nach einer letzten kurzen Freizeit in Paris traten wir die Rückreise an – erfüllt von vielen neuen Eindrücken und entstandenen Freundschaften.
Une conteuse à Gilching
Am 01. Juli 2025 war es wieder so weit. Mme Catherine Bouin, eine professionelle Märchenerzählerin, war erneut zu Gast am CPG.
Mit viel Gespür für ihr junges Publikum und unermüdlichem Elan zog sie die Französischlernenden der 6. Jahrgangsstufe in ihren Bann und begeisterte sie für die französische Sprache. Die Conteuse nahm ihre Zuhörer mit auf eine kleine Weltreise, indem sie einen Vormittag lang Erzählungen aus aller Welt zum Besten gab. Mme Bouin verstand es, allein durch den Einsatz von Mimik und Gestik auch den Lernenden mit geringen Französischkenntnissen ihre Erzählungen nahezubringen. Eventuelle Sprachbarrieren wurden dadurch genommen, dass zentrale Wörter vorab durch Zeichnungen bzw. Umschreibungen erklärt wurden. Catherine Bouin schaffte es, ihr Publikum mit wenigen Mitteln auf eine einzigartige Reise in die Fantasiewelt zu entführen. Sie verzauberte mit ihren Geschichten und regte vor allem die Fantasie ihrer Zuhörerinnen und Zuhörer an. Die dargebotenen Geschichten fesselten, verzauberten und ließen Raum für Träume.
Projekte - Aktivitäten
Journée franco-allemande – une tâche créative
Die inzwischen liebgewonnene Tradition des deutsch-französischen Tages an der Schule gehört zu den Highlights im Schuljahr. Abhängig von Lernstand und Alter können wir nun endlich wieder den Lernenden Begegnungen mit authentischem Französisch bieten.

Cinéfête- das französische Schulfilmfestival
Die Fachschaft Französisch konnte den Schülerinnen und Schülern dieses Jahr wieder besondere Aktionen anbieten. Ein Highlight war sicher der Kinobesuch aller siebten, neunten und elften Klassen im Dezember. An zwei Tagen brachten Filme aus der frankophonen Welt den Schülern authentisches Französisch, frankophone Kultur und Lebensart näher. Die alters- und lernsufengerecht ausgesuchten Filme rissen die Schüler mit und schafften ein schönes vorweihnachtliches Erlebnis.
Wir freuen uns schon heute auf die Cinéfête im kommenden Schuljahr!

Leseförderung – Lesekisten
Für die Jahrgangsstufen 7 und 9 stehen in Vertretungsstunden gut bestückte Lesekisten zur selbständigen Lektüre zur Verfügung. Ziel ist es, die Schüler möglichst früh und entspannt an authentische Texte in unterschiedlichem Leseniveau heranzuführen, ihr Interesse an französischer Literatur zu wecken und ihren Spracherwerb aktiv zu fördern.
France Mobil
Das Programm ist eine Initiative der Kulturabteilung der französischen Botschaft und der Robert Bosch Stiftung. Seit 2002 besuchen die muttersprachlichen Referentinnen und Referenten Schulen in ganz Deutschland und bringen den Lernenden als „kleines französisches Kulturinstitut auf Rädern“ die französische Sprache und Kultur mit authentischen Materialien in Form von Sketchen, Erzählungen, Lesungen, Musik, Spielen und Ateliers nahe.
DELF
Das Diplôme d’études en langue française (= DELF) zertifiziert Französisch-Kenntnisse auf verschiedenen Niveaus des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GeR). Am CPG gehört das Ablegen dieser Prüfung bereits seit Jahren zum festen Bestandteil, um unsere Schülerinnen und Schüler bereits in der Schule möglichst gut auf ihr späteres Berufsleben und die dann an sie gestellten sprachlichen Herausforderungen vorzubereiten.
- Jahrgangsstufe 6: Niveau A1
- Jahrgangsstufen 7 / 8: Niveau A2 / A2+
- Jahrgangsstufen 9 / 10: Niveau B1 / B1+
- Jahrgangsstufen 11 / 12: Niveau B2
Das DELF-Zertifikat ist weltweit anerkannt und stellt bei Bewerbungen in Studium und Beruf im In- und Ausland eine zusätzliche Qualifikation dar. An vielen Universitäten und Hochschulen Frankreichs und der Frankophonie ersetzt das Diplom Niveau B2 Spracheingangsprüfungen.
Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil: Im schriftlichen Teil werden folgende Kompetenzen abgeprüft: Hörverstehen, Leseverstehen und das Schreiben von Texten. Im mündlichen Teil hält der Schüler / die Schülerin ein Kurzreferat zu einem bestimmten Thema und muss ein Gespräch in der Fremdsprache führen.
Die Aufgaben für diese Prüfung werden zentral vom französischen Bildungsmini-sterium über das Institut Français de Munich gestellt.
Die mündlichen Prüfungen werden von dazu berechtigten Lehrkräften im Frühjahr an der Schule durchgeführt und bewertet, die schriftlichen zentral von Beauftragten des Institut korrigiert.
Die vom Institut Français erhobenen Prüfungsgebühren belaufen sich (aktueller Stand Januar 2026) auf €42 (A1), €60 (A2), €66 (B1), €90 (B2), die Anmeldung erfolgt nach entsprechender Information durch die Lehrkräfte am CPG und ist verpflichtend. Bei Nichtantreten können diese Kosten nicht zurückerstattet werden.
Am Christoph-Probst-Gymnasium werden die DELF-Prüfungen seit 2005 auf allen Niveaus durchgeführt. Sie erfreuen sich regelmäßig großer Beliebtheit, was sich in der alljährlichen großen Teilnehmerzahl widerspiegelt. Vor allem in der Mittelstufe gibt das Ablegen des Niveaus A2 den Schülerinnen und Schülern einen großen Motivationsschub.
Die Erfolgsquote am CPG ist durchwegs sehr hoch. Wer möchte, kann sich das erzielte Ergebnis auch als mündliche Note anrechnen lassen.
Als Vorbereitung wird für jedes Niveau eine Einführung mit der Besprechung entsprechender Prüfungsformate angeboten.
Die Information und die Anmeldung zum DELF werden vor Weihnachten am CPG durchgeführt. Der Prüfungstermin findet dann erfahrungsgemäß Ende März statt, ebenso die dazugehörigen mündlichen Prüfungen.
Die sog. „attestations de réussite“ werden danach vom Institut Français Munich an die Schule versandt.



