Leistungserhebungen

Wichtige Informationen zur Erhebung von Leistungsnachweisen

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

gemäß §§ 52 und 53 GSO legt die Lehrerkonferenz Grundsätze für die Hausaufgaben und zur Erhebung von Leistungsnachweisen fest. Im Folgenden informieren wir Sie über die am 15.09.14 in der Lehrerkonferenz gefassten Beschlüsse. Die Darstellung ist in folgende Punkte untergliedert:

  1. Grundsätze für die Hausaufgaben
  2. Überblick über die Formen der Leistungsnachweise
  3. Überblick über die Zahl der zu haltenden Schulaufgaben
  4. Ersatz von Schulaufgaben
  5. Beschlüsse zu den kleinen Leistungsnachweisen
  6. Bildung der Jahresfortgangsnote
  7. Beschlüsse der Lehrerkonferenz zu den Stegreifaufgaben

1. Grundsätze für die Hausaufgaben

Die Lehrerkonferenz hat aus Gründen der Praktikabilität keine detaillierten Regelungen über Art und Umfang der Hausaufgaben beschlossen. Es gilt natürlich der in der GSO enthaltene Grundsatz, dass die gestellten Hausaufgaben „von Schülerinnen und Schülern mit durch-schnittlichem Leistungsvermögen in angemessener Zeit erledigt werden können“. Festgelegt wurde, dass Schülerinnen und Schüler an Tagen mit Nachmittagsunterricht keine schriftliche Hausaufgabe auf den nächsten Tag bekommen sollen. Eine Ausnahme stellen dabei dreistündige Fächer dar, die an aufeinanderfolgenden Tagen unterrichtet werden. Ebenso gilt, dass eine kleine schriftliche Aufgabe möglich ist, wenn die Schülerinnen und Schüler nicht Nachmittagsunterricht bis zur letzten Stunde (17.10 Uhr) haben, sondern z.B. bereits um 15.35 Uhr die Schule verlassen. Jede Schülein/jeder Schüler (Jgst. 5 bis 10) ist verpflichtet, ein Hausaufgabenheft zu führen, in das alle schriftlichen und mündlichen Hausaufgaben einzutragen sind.

2. Formen der Leistungsnachweise

Es gibt große und kleine Leistungsnachweise.

  • Große Leistungsnachweise sind Schulaufgaben.
  • Kleine Leistungsnachweise sind insbes. Kurzarbeiten, Stegreifaufgaben, fachliche Leistungstests, Praktikumsberichte, Rechenschaftsablagen, Unterrichtsbeiträge und Referate.  

Hinweis: Kurzarbeiten sind schriftliche Arbeiten, die spätestens eine Woche vorher angekündigt werden, sich auf höchstens 10 unmittelbar vorangegangene Unterrichtsstunden beziehen und deren Bearbeitungszeit höchstens 30 Minuten betragen soll.   

Die GSO legt die Zahl der (mindestens) abzuhaltenden Schulaufgaben fest. Diese findet man in unserem Überblick unter Punkt 3. Dabei ist allerdings zweierlei zu beachten:

  • Pro Fach kann eine Schulaufgabe durch andere gleichwertige Leistungsnachweise ersetzt werden.
  • In den modernen Fremdsprachen wird in mindestens einer geeigneten Jahrgangsstufe eine Schulaufgabe in Form einer mündlichen Prüfung abgehalten.
  • Statt Schulaufgaben können auch angesagte Tests abgehalten werden.

Einen Überblick über diese Besonderheiten findet man in Punkt 4.

3. Überblick über die Zahl der zu haltenden Schulaufgaben

Die Fächer, in denen Schulaufgaben geschrieben werden, sind die sog. Kernfächer. Es sind dies die Fächer Deutsch, die ersten beiden Fremdsprachen, Mathematik und Physik, am sprachlichen Gymnasium (SG) ferner die 3. Fremdsprache, am naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasium (NTG) das Fach Chemie.

In der 10. Jahrgangsstufe haben mehrere Fachschaften beschlossen, verpflichtend eine oder zwei Kurzarbeiten zu schreiben, um die Schüler/-innen optimal auf die Leistungsanforderungen in der Oberstufe vorzubereiten. Genauere Informationen geben die Fachlehrer/-innen.

Bitte beim Lesen der Tabellen Punkt 4 (Ersatz von Schulaufgaben) beachten!

Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium

Jahrgangsstufe

Fach

5

6

7

8

9

10

 

 

 

 

 

 

 

Deutsch

4

4

4

4

4

3

Latein

----

4

4

4

3

3

Englisch

4

4

3

3

3

3

Französisch

----

4

4

4

3

3

Mathematik

4

4

4

3

4

3

Physik

----

----

----

2

2

2

Chemie

----

----

----

2

2

2

Sprachliches Gymnasium

Jahrgangsstufe

Fach

5

6

7

8

9

10

 

 

 

 

 

 

 

Deutsch

4

4

4

4

4

3

Latein

----

4

4

4

3

3

Englisch

4

4

3

3

3

3

Französisch

----

4

4

4

3

3

Spanisch

----

----

----

4

4

4

Mathematik

4

4

4

3*)

4

3

Physik

----

----

----

2

2

2

4. Ersatz von Schulaufgaben

Die folgende Zusammenstellung gibt einen Überblick über die Fälle, in denen eine Schulaufgabe durch andere Leistungsnachweise ersetzt wird (§ 54 (1), (2); § 3 GSO).

Zur besseren Orientierung ist diese Auflistung nach Jahrgangsstufen geordnet.

Hinweis:  Leistungstests sind fachspezifisch festgelegte Leistungsnachweise, über deren genaue Modalitäten die Schülerinnen und Schüler durch ihre Lehrkräfte informiert werden.

5 Deutsch Ersatz einer Schulaufgabe durch einen Test aus formalsprachlichen und Sprachverständnisanteilen
6 Deutsch Ersatz einer Schulaufgabe durch einen Jahrgangsstufentest und einen weiteren schulinternen Test
7 Deutsch Ersatz einer Schulaufgabe durch zwei Kurzarbeiten
8 Englisch Ersatz einer schriftlichen Schulaufgabe durch eine mündliche
9 Französisch Ersatz einer schriftlichen Schulaufgabe durch eine mündliche
9 Deutsch Ersatz einer Schulaufgabe durch die mündliche Schulaufgabe „Debatte“
10 Spanisch Ersatz einer schriftlichen Schulaufgabe durch eine mündliche
11 moderne Fremdsprachen zweite Schulaufgabe mündlich

5. Beschlüsse der Lehrerkonferenz zu den kleinen Leistungsnachweisen

Die Schulordnung fordert ausdrücklich in allen Vorrückungsfächern schriftliche und mündliche Leistungsnachweise. Vor diesem Hintergrund hat die Lehrerkonferenz beschlossen:

  • Pro Halbjahr werden in jedem Vorrückungsfach mindestens 2 kleine Leistungsnachweise gefordert.
  • Auf das ganze Schuljahr gesehen, müssen unter diesen 4 kleinen Leistungsnachweisen mindestens ein mündlicher und (in den Nicht-Kernfächern) ein schriftlicher Leistungsnachweis sein. (In den Kernfächern ist die Forderung nach schriftlichen Leistungsnachweisen schon durch die Schulaufgaben abgedeckt.)
  • In den Jahrgangsstufen 5 – 8 werden keine Kurzarbeiten als kleine Leistungsnachweise gehalten (nicht zu verwechseln mit Kurzarbeiten als Ersatz für eine Schulaufgabe!).

6. Bildung der Jahresfortgangsnote in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 (§ 60 GSO)

In Fächern mit Schulaufgaben wird die Jahresfortgangsnote aus einer Gesamtnote für die großen Leistungserhebungen und aus einer Gesamtnote für die kleinen Leistungserhebungen gebildet. Die kleinen Leistungsnachweise können von der jeweiligen Lehrkraft unterschiedlich stark gewichtet werden, worüber die Schüler/-innen grundsätzlich vorab informiert werden. In Fächern mit zwei Schulaufgaben stehen diese Gesamtnoten grundsätzlich im Verhältnis 1 : 1. In Fächern mit mehr als zwei Schulaufgaben stehen die Gesamtnoten grundsätzlich im Verhältnis 2 : 1.

In Fächern ohne Schulaufgaben ergibt sich die Jahresfortgangsnote aus den kleinen Leistungsnachweisen.

7. Beschlüsse der Lehrerkonferenz zu den Stegreifaufgaben

  • Stegreifaufgaben beziehen sich auf den Stoff der unmittelbar vorangegangenen Unterrichtsstunde (einschließlich sog. Grundwissen)
    Obwohl lt. Schulordnung  der Bezug auf zwei vorangegangene Unterrichtsstunden möglich wäre, hat sich die Lehrerkonferenz dafür ausgesprochen, dass nur der Stoff der unmittelbar vorangegangenen Stunde Inhalt der Stegreifaufgabe sein soll.
  • An welchen Tagen Stegreifaufgaben gefordert werden dürfen, ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:
Wenn eine Klasse der Jahrgangsstufen 5 –10 . . . darf dann an diesem Tag eine Stegreifaufgabe gehalten werden?
. . . eine schriftliche Schulaufgabe schreibt, Nein
. . . eine mündliche Schulaufgabe hat, Nein
. . . einen zentralen oder einen schulinternen Leistungstest schreibt, Nein
. . . eine Kurzarbeit schreibt, die zum Ersatz einer Schulaufgabe beiträgt (Deutsch), Nein
. . . eine Kurzarbeit schreibt, die als kleiner Leistungsnachweis zählt, Ja (dies betrifft die Jahrgangsstufen 9 bis 12)

In der Qualifizierungsphase (Q11/Q12) sowie in klassengemischten Gruppen anderer Jahrgangsstufen (z.B. Religionsgruppen) wird von denjenigen Schülerinnen und Schülern, die an dem betreffenden Tag eine Schulaufgabe schreiben, keine Stegreifaufgabe gefordert.

gez. Peter Meyer, OStD