Sozialkunde

Ein Schultag im Zeichen der Zivilcourage

„CPG: Courage – Partizipation – Gemeinschaft“: So lautete am 24. Oktober 2018 das Motto des großen Projekttags am Christoph-Probst-Gymnasium Gilching. 15 engagierte Schülerinnen und Schüler der zwölften Jahrgangsstufe aus dem P-Seminar „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ haben in monatelanger Vorarbeit für alle 5. bis 10. Klassen ein mehrstündiges Programm erstellt, um den Schülern Begriffe wie „Mitmenschlichkeit“, „Toleranz“ und „Zivilcourage“ zu vermitteln. Die Sechst- und Siebtklässler bekamen in einer Doppelstunde die Möglichkeit, mit mehreren Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Behinderungen wie zum Beispiel Rollstuhlfahrern oder Blinden persönlich ins Gespräch über deren Alltag wie Ausgrenzung, aber auch Hilfsbereitschaft zu kommen. In einer zweiten Doppelstunde absolvierten die Schüler in der Turnhalle einen großangelegten Parcours, bei dem sie etwa mit verbundenen Augen oder Beinen die täglichen Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen in der Gruppe nachempfinden konnten. Hierbei kam spätestens beim Versuch, einen vollständigen Satz in Blindenschrift zu schreiben, auch der Spaß nicht zu kurz. Alle Schüler der 8., 9. und 10. Klassen wurden zunächst in den ersten beiden Stunden mit den Begriffen „Rassismus“ und „Zivilcourage“ vertraut gemacht. Anschließend informierten sie sich innerhalb ihrer Klassen über Formen der religiösen Diskriminierung oder über den Rassismus gegenüber Minderheiten in den USA. Die Fünftklässler führten einerseits ebenfalls Gespräche mit Menschen mit Behinderungen, andererseits wurden sie von den Teilnehmern der elften Jahrgangsstufe des neuen P-Seminars „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ auf spielerische Art in Themen wie soziale Eingliederung bzw. Ausgrenzung eingeführt.

Insgesamt war es für alle beteiligten Schüler, Lehrer und Gäste ein ganz besonderer Schultag, bei dem das vorangestellte Motto vielfältig erfahrbar und erlebbar geworden ist.

 

Dr. Stefan Grüner