Murder Mystery

Schuhe als Bösewichte – ein fächerübergreifendes Projekt in Englisch/ Kunst in der 8e

Im Schuljahr 2016/17 wurde die Klasse 8e des CPG in einem besonderen Projekt aktiv: Aufgabe war es, einen Krimi in Form eines Comics zu erstellen. Die Figuren im Krimi sollten aus Schuhen gemacht werden. So wurden zunächst im Kunstunterricht von Herrn Sander Charaktere aus allerlei alten Schuhen entwickelt und gebastelt – wer hätte gedacht, dass so mache alte Latschen hier noch einmal zu Ehren kommen würden. Anschließend würde im Englischunterricht bei Frau Wolff-Lieser eine Detektivgeschichte mit Dialogen auf Englisch geschrieben und in das Comic-Format umgesetzt. Zeitgleich fotografierten die Schüler ihre Schuhe in echten (Schul-)Hintergründen – daher kommt euch der Hintergrund der Geschichte wahrscheinlich oft ziemlich bekannt vor! Text und Bilder wurden von den einzelnen Gruppen zu Hause zu einem Gesamtkunstwerk zusammengeführt und im Unterricht präsentiert. Besonders toll war, dass das Projekt nach Notenschluss im Juli stattgefunden hat, und die Schülerinnen und Schüler ohne „Notenmotivation“ tolle Ergebnisse erzielten – Hut ab, liebe ehemalige 8e!

Sehen Sie hier das Ergebnis.

 

Storytelling in the Classroom – Eine außergewöhnliche Englisch-Stunde am CPG

„Hello, I’m Jim“ – so begrüßte mit Handschlag Jim Wingate jeden der etwa 160 Schüler und Schülerinnen der 9. Jahrgangsstufe, die am letzten Mittwoch, jeweils in einer Schulstunde als ganze Klasse, zu ihm ins Zimmer traten – Stühle und Bänke des Klassenzimmers hatte er im Halbrund geschickt zu einem Kleintheater arrangiert, und es fehlte auch nicht an atmosphärischer Ausgestaltung mit Plakaten und Fähnchen und Tüchern. Und dann begann Jim in Englisch uralte Märchen zu erzählen, mit großem Körpereinsatz und wechselnder Stimmlage. Dabei bezog er stets die Schüler mit ein, die sich plötzlich in der Rolle von Königen und Köchen, Prinzessinnen und Bettlern wiederfanden,  und sich bereitwillig in Gestik und Mimik vom Erzähler lenken ließen... In einer Zeit, in der Unterhaltung – im doppelten Wortsinn – bei jungen Menschen überwiegend elektronisch und nicht immer tiefgründig abläuft, war es eine ungewöhnliche und durchaus bereichernde Erfahrung, archetypischen Geschichten zu lauschen und sich vom Redefluss des Briten mitreißen zu lassen. Strahlende Gesichter und viel Dank waren ihm jedenfalls sicher, als er die Schüler nach 45 Minuten jeweils mit Handschlag wieder in den normalen Schulalltag entließ.

Als Pädagoge mit Gesangs- und Schauspielausbildung ist Jim Wingate seit Jahrzehnten in  der Welt unterwegs und arbeitet als Englischlehrer mit allen Alters-, Berufs- und Schülergruppen zusammen. Den Mitgliedern der Fachschaft Englisch gab er in einer kurzweiligen Teacher Training Session am Nachmittag Impulse, wie Schüler visuell, auditiv und kinästhetisch ‚eingefangen‘ werden können. Außerdem erinnerte er uns daran, wie es gelingen kann, Rapport - also eine echte Beziehung - herzustellen zwischen Lehrenden und Lernenden, zwischen Lernendem und Lernstoff. Dem pädagogischen Schwung eines Jim Wingate kann sich jedenfalls kaum einer entziehen!

Katrin Stadlinger-Kessel

25.Februar 2016