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"Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle: Kriminalroman" (Dezember 2019)

Geeignet ab: Oberstufe

Titel: Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle: Kriminalroman

Autor: Stuart Turton

Kurz-Info: Eine außergewöhnliche Mischung aus Fantasie und Spannung. Auf dem Anwesen der Familie Hardcastle findet ein großer Maskenball statt. Am Ende des Abends wird Evelyn, die Tochter des Hauses, sterben. Und das nicht nur ein Mal. Tag für Tag wird sich ihr mysteriöser Tod wiederholen – so lange, bis der Mörder endlich gefasst ist. Der erste Tag beginnt damit, dass ein Mann im Wald bei Blackheath House erwacht, und nicht weiß, wer er ist oder wo er sich befindet. Im Klappentext des Buches wird bereits verraten, dass es sich um Aiden Bishop handelt - der selbst allerdings erst nach einigen Wiederholungen des Tages erfährt, wie er heißt. An jedem neuen Morgen ist er zu Gast in einer anderen Person. Warum das so ist, und was das für ihn bedeutet, wird ihm und damit auch dem Leser, erst in kleinen Scheibchen enthüllt. Was folgt, ist ein von Stuart Turton grandios inzeniertes Verwirrspiel, denn Aiden Bishop muss ständig zwischen den Wirten hin- und herspringen und vor allem muss er mit den Charakteren seiner Wirte kämpfen, während er versucht, den Mord aufzuklären.

Schülerlesebücherei: Das Buch kann dort ausgeliehen werden

Empfohlen von: Mirela Trinkle, Leiterin der Bibliothek

"Wir tanzen nicht nach Führers Pfeife. Ein Tatsachen-Thriller über die Edelweißpiraten." (November 2019)

Geeignet ab: 9./10. Klasse

Titel: Wir tanzen nicht nach Führers Pfeife. Ein Tatsachen-Thriller über die Edelweißpiraten.

Autorin: Elisabeth Zöller

Kurz-Info: Die Handlung des Romans beruht auf historischen Ereignissen. „Ich hoffe, dass heutige Leser so »erleben«, wie sich Widerstand in den Jahren 1943 bis 1945 möglicherweise »angefühlt« hat“, schreibt die Autorin Elisabeth Zöller im Nachwort ihres Buches. Die Hauptfiguren sind Paul, Bastian und Franziska, drei Jugendliche, die im zerbombten Köln zur Gruppe der Edelweißpiraten gehören. Sie wollen mit dem Drill und der Gesinnung der Nationalsozialisten nichts zu tun haben. Aus ihrer Verweigerung wird schließlich aktiver Widerstand, als die Gestapo härtere Maßnahmen zur Zerschlagung „renitenter Jugendbanden“ beschließt und bei einer ihrer nächtlichen Aktionen Bastians Freund Zack erschossen wird. Nun beschließen die Edelweißpiraten das nationalsozialistische Regime zu bekämpfen, verteilen Flugblätter mit Antikriegsparolen, verstecken Geflüchtete und planen Sabotageakte. Ihr Tun bleibt nicht ohne Folgen, immer wieder werden die Jugendlichen verhaftet und zum Teil auch brutal verhört. Doch nicht nur die Nazis, sondern auch die immer stärker werdenden Bombenangriffe der Alliierten, lassen das Leben zu einem Überlebenskampf werden.

Schülerlesebücherei: Das Buch kann dort ausgeliehen werden

Empfohlen von: Mirela Trinkle, Leiterin der Bibliothek

"Voll verkackt ist halb gewonnen" (Oktober 2019)

Geeignet ab: 8. Klasse

Titel: Voll verkackt ist halb gewonnen

Autor: Tom Limes

Kurz-Info: „Checkt ihr das nicht? Das ist, als würde man Obdachlose zum Thema Luxusautos befragen. [...]Wir sollen etwas über Träume machen [...] Keiner von uns hat mehr Träume.“(S.92)

Schulabbrecher, Sitzenbleiber, Faulenzer, Loser. Tom Limes widmet diesen Jugendlichen sein Buch „Voll verkackt ist halb gewonnen“, das von Liza, Julian, Max und Tariq erzählt, die aus ganz unterschiedlichen Gründen an der Schule gescheitert sind und sich deshalb in einer Maßnahme wiederfinden, dank der sie doch noch ihren Schulabschluss schaffen sollen.

Gemeinsam sollen sie ein Projekt gestalten, das sich mit ihren Träumen beschäftigt. „Keiner von uns hat mehr Träume“, so formuliert Julian seine Kritik an dem Projekt. Stattdessen beschließen sie zu zeigen, warum sie an der Schule von Anfang an keine Chance hatten Der Plan: Sie drehen ein schonungsloses Video - derb, wütend und ein bisschen hoffnungslos. Doch ausgerechnet dabei finden sie heraus, dass auch sie noch Träume haben. Träume, für die es sich vielleicht sogar zu kämpfen lohnt.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Liza und Julian erzählt. Die Figuren sind sehr authentisch beschrieben, ihre Frustration, die Hoffnungslosigkeit und die Wut sind gut nachzuvollziehen und mitzuerleben.

„Voll verkackt ist halb gewonnen“ macht Spaß, vor allem aber öffnet es die Augen, dass Menschen nicht von Natur aus Versager sind.

Schülerlesebücherei: Das Buch kann dort ausgeliehen werden

Empfohlen von: Mirela Trinkle, Leiterin der Bibliothek