Lust auf Lesen? --> Der monatliche Buchtipp der Fachschaft Deutsch

"Voll verkackt ist halb gewonnen" (Oktober 2019)

Geeignet ab: 8. Klasse

Titel: Voll verkackt ist halb gewonnen

Autor: Tom Limes

Kurz-Info: „Checkt ihr das nicht? Das ist, als würde man Obdachlose zum Thema Luxusautos befragen. [...]Wir sollen etwas über Träume machen [...] Keiner von uns hat mehr Träume.“(S.92)

Schulabbrecher, Sitzenbleiber, Faulenzer, Loser. Tom Limes widmet diesen Jugendlichen sein Buch „Voll verkackt ist halb gewonnen“, das von Liza, Julian, Max und Tariq erzählt, die aus ganz unterschiedlichen Gründen an der Schule gescheitert sind und sich deshalb in einer Maßnahme wiederfinden, dank der sie doch noch ihren Schulabschluss schaffen sollen.

Gemeinsam sollen sie ein Projekt gestalten, das sich mit ihren Träumen beschäftigt. „Keiner von uns hat mehr Träume“, so formuliert Julian seine Kritik an dem Projekt. Stattdessen beschließen sie zu zeigen, warum sie an der Schule von Anfang an keine Chance hatten Der Plan: Sie drehen ein schonungsloses Video - derb, wütend und ein bisschen hoffnungslos. Doch ausgerechnet dabei finden sie heraus, dass auch sie noch Träume haben. Träume, für die es sich vielleicht sogar zu kämpfen lohnt.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Liza und Julian erzählt. Die Figuren sind sehr authentisch beschrieben, ihre Frustration, die Hoffnungslosigkeit und die Wut sind gut nachzuvollziehen und mitzuerleben.

„Voll verkackt ist halb gewonnen“ macht Spaß, vor allem aber öffnet es die Augen, dass Menschen nicht von Natur aus Versager sind.

Schülerlesebücherei: Das Buch kann dort ausgeliehen werden

Empfohlen von: Mirela Trinkle, Leiterin der Bibliothek

"Echte Biester" (September 2019)

Geeignet ab: 7. Klasse

Titel: Echte Biester

Autor: Carl Hiaasen

Kurz-Info:Wahoo Cray ist zwischen Schlangen und Alligatoren aufgewachsen. Als Sohn eines Tiertrainers bringt ihn so schnell nichts aus der Ruhe. Doch seit seinem Vater Mickey ein gefrorener Leguan auf den Kopf gefallen ist, ist dieser arbeitsunfähig. Da das Geld knapp ist, nimmt Wahoo trotzdem einen Auftrag an.

Die beiden sollen die Tiere für eine beliebte TV-Sendung stellen: „Expedition Überleben!“ Der Überlebenskünstler Derek Badger, der sich bei jeder Folge (angeblich) in einer anderen Wildnis aussetzen lässt, will unter anderem mit einem Alligator und einem Python kämpfen - und das soll natürlich echt aussehen, auch wenn die Tiere zahm sind. Schon bald platzt Mickey Cray der Kragen, und Wahoo hat alle Hände voll zu tun, damit sie den Auftrag nicht verlieren. Unterstützung bekommt er von dem Mädchen Tuna, Fan der Show und wandelndes Tierlexikon. Doch Tuna hat ein Geheimnis und einen gefährlichen Verfolger. Der taucht ausgerechnet in dem Moment auf, als Derek, von einer Fledermaus gebissen, panisch in die Sümpfe flüchtet, geradewegs in einen gigantischen Sturm.

Schülerlesebücherei: Das Buch kann dort ausgeliehen werden

Empfohlen von: Mirela Trinkle, Leiterin der Bibliothek

"Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste: Ein Karl-May-Roman" (Juli 2019)

Geeignet für: Oberstufe

Titel: Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste: Ein Karl-May-Roman

Autor: Philipp Schwenke

Kurz-Info: In seinem Roman „Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste“ begleitet Philipp Schwenke Karl May, den Old-Shatterhand-Erfinder, auf seiner ersten Reise in den Orient und erzählt, wie es gewesen ist oder gewesen sein könnte. Eingebettet ist diese Reiseerzählung in die Geschichte seines Lebens.

Jahrelang hat Karl May behauptet, er selbst sei Old Shatterhand: Unbesiegbarer Abenteurer, bärenstarker Fährtenleser und Winnetous Blutsbruder. Hunderttausende Leser glaubten ihm, obwohl er Sachsen praktisch nie verlassen hat. 1899 aber bricht er zum ersten Mal wirklich in den Orient auf. Monatelang reist er – der angeblich 800 Sprachen spricht, alle Kontinente durchstreift hat und Gegner mit einem Fausthieb niederstreckt – mit dem Reiseführer in der Hand durch den Orient. Doch alles ist eine Enttäuschung für ihn. Die Länder, die Sehenswürdigkeiten und am allermeisten der Mann, den auch er für Old Shatterhand gehalten hat - er selbst. Dann aber blasen die Zeitungen daheim zur Jagd auf ihn, und unterwegs muss Karl May plötzlich ein noch größerer Held werden als der, den er immer gegeben hat.

Diese fiktionale Biographie ist spannend, informativ und unterhaltsam zugleich. Sie verknüpft „wahre“ Fakten mit vom Autor kunstreich erfundenen Figuren und so entfaltet sich eine irrwitzige Erzählung über Karl Mays Frauengeschichten, die Lügenpresse, über eine Goldader im Dschungel und über Winnetous Haare.

Schülerlesebücherei: Das Buch kann dort ausgeliehen werden

Empfohlen von: Mirela Trinkle, Leiterin der Bibliothek